Die GKV-Vergütung psychotherapeutischer Leistungen sollte ab dem 1. April 2026 um 4,5 Prozent sinken. Beschlossen durch den Erweiterten Bewertungsausschuss, gegen die Stimmen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Am 9. Juli 2026 hat das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg diese Kürzung vorläufig gestoppt. Das Hauptsacheverfahren läuft noch.
Damit ist die Lage aber noch nicht entspannt. Denn unabhängig davon hat der Bundestag am 10. Juli 2026 das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen. Ab 2027 soll ein Großteil der psychotherapeutischen Leistungen wieder in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung fallen. Die strukturelle Herausforderung ist also nicht gelöst, sondern verschoben.
Was viele Psychotherapeut:innen beschäftigt, ist deshalb nicht nur die Frage nach dem Warum, sondern vor allem: Was kann ich jetzt konkret tun?
Dieser Artikel ordnet die aktuelle Situation ein und zeigt, welche Handlungsspielräume es gibt.
Was bedeutet das konkret für Praxen?
Die akute Kürzung ist vorerst gestoppt. Aber die Unsicherheit bleibt. Das Hauptsacheverfahren ist noch offen, und die Budgetierung ab 2027 ist bereits beschlossen.
Was das im Praxisalltag bedeutet:
Weniger Planungssicherheit. Die Vergütungssituation bleibt unklar. Investitionen, Personalentscheidungen und Praxisplanung lassen sich schwerer kalkulieren.
Mehr arbeiten ist keine Lösung. Wer bereits voll ausgelastet ist, hat keinen Puffer nach oben. Mehr Therapiestunden sind für die meisten Praxen keine realistische Antwort.
Unbezahlte Arbeit wiegt schwerer. Verwaltung, Telefon, Anfragen, all das kostet Zeit, die nicht vergütet wird. In einem Umfeld mit wachsender Vergütungsunsicherheit wird dieser Zeitverlust zum echten Problem.
Wo liegt der größte Hebel?
Die politischen Entwicklungen lassen sich nicht aktiv gestalten. Was sich gestalten lässt, ist der Umgang mit der verfügbaren Zeit. Wer effizienter arbeitet, gewinnt wirtschaftlichen Spielraum zurück, ohne mehr Stunden zu investieren.
Drei Bereiche bieten dabei den größten Hebel:
1. Verwaltungsaufwand sichtbar machen und reduzieren
Viele Praxen unterschätzen, wie viel Zeit täglich in nicht vergütete Aufgaben fließt: Anfragen sortieren, Wartelisten pflegen, Terminabsprachen koordinieren. Zusammengerechnet können das viele Stunden pro Woche sein. Mehr dazu: Honorarkürzung für Psychotherapie-Praxen: Wie viel unbezahlte Arbeitszeit steckt wirklich in Ihrer Praxis?
2. Telefonsprechzeit kritisch betrachten
Bei vollem Kassensitz sind das 200 Minuten pro Woche, die persönlich am Telefon verbracht werden müssen, unbezahlt. Was das wirklich kostet, lesen Sie hier: Telefonsprechzeit Psychotherapie: Was sie wirklich kostet und wie Sie gegensteuern
3. Wirtschaftlichkeit aktiv gestalten
Vergütungsunsicherheit bedeutet nicht, dass Wirtschaftlichkeit ein Schicksal ist. Kostenstruktur, Ausfallquote und Verwaltungseffizienz sind steuerbare Stellschrauben. Wie das konkret aussieht: Wie bleibt meine Psychotherapiepraxis wirtschaftlich?
Wie Lucoyo dabei unterstützt
Lucoyo ist eine spezialisierte Lösung für psychotherapeutische Praxen, die Patientenmanagement und professionellen Telefonservice aus einer Hand anbietet.
Patientenmanagement: Alle Anfragen laufen zentral ein, Wartelisten werden strukturiert gepflegt, Termine vergeben und die Kommunikation mit Patient:innen läuft datenschutzkonform über einen integrierten Messenger. Was früher über Telefon, E-Mail und Notizzettel koordiniert wurde, läuft in Lucoyo übersichtlich an einem Ort.
Telefonservice: Geschultes Fachpersonal übernimmt die telefonische Erreichbarkeit der Praxis vollständig, gesetzeskonform und DSGVO-konform. Die Praxis erhält strukturierte Rückmeldungen zu allen eingegangenen Anrufen und gewinnt die Zeit zurück, die bisher am Telefon gebunden war.
Praxisberichte zeigen, dass sich der organisatorische Aufwand durch Lucoyo um bis zu 20 Stunden pro Monat reduzieren lässt. Das sind 20 Stunden, die wieder für vergütete Therapie genutzt werden können.
Häufige Fragen
Ist die Honorarkürzung jetzt vom Tisch?
Nein. Das Landessozialgericht hat die Kürzung vorläufig ausgesetzt, das Hauptsacheverfahren läuft aber noch. Und die Budgetierung ab 2027 ist davon unabhängig bereits beschlossen.
Welche Leistungen wären betroffen gewesen?
Nahezu alle Leistungen des EBM-Abschnitts 35.2.1, darunter Richtlinienpsychotherapie, psychotherapeutische Sprechstunde und Akutbehandlung.
Was können Praxen jetzt konkret tun?
Da mehr Therapiestunden für die meisten Praxen keine realistische Option sind, liegt der größte Hebel in der Reduktion unbezahlter Verwaltungsarbeit. Wer Abläufe effizienter gestaltet, gewinnt Zeit zurück, die wieder für vergütete Therapie genutzt werden kann.
Lohnt sich Lucoyo in dieser Situation?
Gerade jetzt. Wer durch strukturiertes Patientenmanagement und einen professionellen Telefonservice bis zu 20 Stunden pro Monat einspart, gewinnt wirtschaftlichen Spielraum zurück, ohne mehr zu arbeiten.
Fazit
Die Honorarkürzung ist vorerst gestoppt. Entwarnung ist das trotzdem nicht: Das Hauptsacheverfahren läuft noch, und die strukturelle Veränderung ab 2027 ist bereits beschlossen.
Gleichzeitig zeigt die aktuelle Situation vielen Praxen, wo Optimierungspotenzial liegt. Wer jetzt in effizientere Praxisorganisation investiert, gewinnt Zeit zurück. Und wer Zeit zurückgewinnt, gewinnt wirtschaftlichen Spielraum, ohne mehr Stunden zu arbeiten.







